SPIELPLÄtze

Kinder lernen leicht, wenn sie sich bewegen. Insbesondere lernen sie gern von anderen Kindern im gemeinsamen Tun. Denn sie beobachten, animieren und inspirieren sich gegenseitig. Im Spiel erfahren sie Motivation und können ausprobieren. Eltern sind in der Lage, die Lernfähigkeit bei Kindern zu stärken. Es lohnt sich, Spielplätze zu besuchen!

Deshalb empfehlen Fachleute aus der Ergo‐ und Psychomotorik den Besuch von Spielplätzen. Auf den diversen Geräten wie Schaukel, Rutschbahn, Liane oder auf und in den diversen Hindernissen wie Kletternetze, Seile, Slackline oder Tunnel lernen die Kinder unter anderem:

klettern – erkennen
Im Spiel mit der Schwerkraft erfährt das Kind seinen Körper und erlebt Grenzen. Hier kann es kleine Risiken gefahrlos ausprobieren. Das Kind gewinnt einen Überblick. Es fühlt sich gross und frei.

schwanken – erwägen
Beim Balancieren findet das Kind seine Mitte und bringt sich dadurch immer wieder aufs Neue ins Lot. Eine konzentrierte Angelegenheit.

greifen – begreifen
Raus aus den Hand‐ und sonstigen Schuhen: Mit Händen und Füssen die Sinne wecken und die Welt erobern. Durch das Spüren erfährt das Kind direkt, was Sache ist. Und beim Ausprobieren begreift es die Welt.

austoben – bewirken
Im Netztunnel ist der ganze Bewegungsapparat gefordert: stossen, ziehen, drücken, klammern, festhalten, schieben, loslassen… diese nicht alltägliche Bewegungssituation fördert die Koordinationsfähigkeit des Kindes und lässt es alle Körperteile intensiv wahrnehmen.

erforschen – fühlen
Hier lockt die Dunkelheit des Tunnels; hineinkriechen, sich zurückziehen, sich verstecken. Dabei überwindet das Kind eigene Ängste und freut sich, wenn es gesucht und schliesslich gefunden wird.

Psychomotorische Therapiestelle des Kantons Obwalden